| Quelle | Feratel |
Johnsbacher Naturnachterlebnis
2026
Die Veranstaltung
In der bürgerlichen Dämmerung steigen wir in die Geschichte Johnsbachsals "Universität des Bergsteigens“ ein, während das Licht langsam hinter den Gipfeln der Reichensteingruppe verblasst. Johnsbachist nicht nur das schönste Ende der Welt und ein Ort der Erinnerung, sondern auch einer der letzten Rückzugsorte für die natürliche Nacht.
Es gilt als einer der dunkelsten Orte Mitteleuropas und ist Teil der „darkskyreserve“ im Herzen Österreichs. In einer klaren Nacht erkennen wir bis zu 6.000 Sterne mit bloßem Auge. Expert:innendachten bei den ersten Photonen-Messungen, die Geräte seien defekt, weil die Werte so niedrig waren. Wir schärfen unsere Sinne, hören das Rauschen des Wassers und spüren, wie die Augen anfangen, im ‚Graubereich‘ zu arbeiten.
Bei einer kurzen Wanderung reden wir über die Schattenseiten des Lichts und warum Johnsbach so dunkel ist (geringe Besiedlung, Kessellage). Beim Blick nach oben sehen wir Licht, das teilweise tausende von Jahren zu uns unterwegs war, wir schauen in die Vergangenheit zurück und die Milchstraße –unsere kosmische Heimat –scheint zum Greifen nah. Der Tag-und Nachtrhythmus (auch zirkadianer Rhythmus) hat nicht nur Bedeutung für die Tier-und Pflanzenwelt, sondern ist für unsere Gesundheit essentiell. Wir begreifen die Nacht als eigenen Lebensraum, verlassen diesen Ort als ‚Hüter:inder Finsternis‘ und nehmen ein Stück dieser Ruhe und Gelassenheit mit zurück in den Alltag.
Info
Kontakt
| Johnsbach 65, 8912 Admont, Österreich |
