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Schwanensee
2026
Die Veranstaltung
Nach Romeo und Julia in der Spielzeit 24/25 wird die Reihe der Tanzklassiker im Großen Haus unter Mitwirkung des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck fortgesetzt. Tschaikowskis Ballett Schwanensee vereint eine der ikonischsten Kompositionen mit einer fantastischen Märchenwelt. Die Geschichte über die Fragilität und Kraft der Liebe in einem verzauberten Umfeld zieht das Publikum weltweit seit nahezu 150 Jahren in seinen Bann. Marcel Leemann nimmt sich des beliebten Stoffes an und rückt ihn zusammen mit dem Tanzensemble in ein neues Licht.
Die Innsbrucker Version von Schwanensee basiert zu großen Teilen auf dem Märchen, das dem Original aus dem Jahr 1877 Pate stand. Um die Handlung besser mit der heutigen Zeit zu verweben und das Tanzensemble umfassender solistisch einsetzen zu können, wurden jedoch einige inhaltlichen Wendungen und Charaktere dazuerfunden.
HANDLUNG
1. Akt
Es war einmal in einem fernen Königreich ein Prinz namens Siegfried – freiheitsliebend, ledig und im heiratsfähigen Alter. Die Königsfamilie hat in den letzten Jahrzehnten an Macht und Einfluss eingebüßt, die Zustände am Hof sind marode. Für Königin Elisabeth und ihr Beratungsteam in Form einer Finanzberaterin und eines politischen Beraters ist die Lösung klar: Siegfried, der einzige Nachkomme, muss schnellstmöglich in ein reiches Königshaus einheiraten. Vier kapitalstarke Prinzessinnen aus Nord, Ost, Süd und West wurden zum bevorstehenden Ball geladen, eine davon soll Siegfried als Braut wählen. Noch letztes Mal hat Siegfried die Welt bereist, nun kehrt er schweren Herzens zurück. Von seiner Reise bringt er eine Freundin und einen Freund aus einer anderen Welt mit. Gegen das Fernweh und für etwas universelles Flair im Königsschloss.
Kaum im Palast angekommen, mahnt das Königspaar und sein Team zur Einhaltung aller geschmiedeten Pläne. Siegfried schenkt den Prinzessinnen so gut er kann seine Aufmerksamkeit. Zum Trost verspricht ihm sein treuer Freund Doggo einen nächtlichen Streifzug durch die wilde Natur ums Schloss herum. Die Vorbereitungen für den Ball nehmen ihren Lauf, bis der Tag für die ganze Hofgesellschaft in erwartungsfroher Stimmung zu Ende geht, während Siegfried und seine Freunde sich aus dem Palast schleichen.
2. Akt
An einem See tummeln sich zahlreiche weiße Schwäne. Sie alle wurden vom Magier Rotbart verzaubert und zum Dasein im Federkleid verbannt. Allen voran Odette, eine ehemalige Prinzessin. Sie stellt sich ihrem Peiniger mutig entgegen, kann aber nichts gegen seine doppelte Macht ausrichten. Als Siegfried und seine Freunde auf ihrem Streifzug am See eintreffen, erzählt Odette von Rotbart und seinem Zauber, der nur durch den Liebesschwur eines jungen Prinzen gebannt werden kann. Siegfried ist sofort fasziniert von Odette – wie er ist sie in einem goldenen Käfig gefangen. Auch Odette spürt diese besondere Verbindung, ist sich jedoch auch bewusst, dass sie von Siegfrieds Handeln abhängig ist, wenn sie je wieder frei sein will. Der Prinz verspricht Odette, sie zu erlösen, sobald er seine Angelegenheiten am Palast gelöst hat. Euphorisch eilt er mit seinen Freunden zum Schloss zurück. Rotbart jedoch hat die Situation beobachtet und ist alarmiert – er braucht dringend einen Plan, um seine Schwanenprinzessin nicht zu verlieren. Er funktioniert einen der weißen Schwäne zu einem schwarzen um – verführerisch und künstlich programmiert, um Siegfried zu täuschen. Rotbart tauft seine roboterhafte Kreatur Odile.
3. Akt
Der große Tag des Balls ist da. Des Prinzen Versuche, sich zu erklären, scheitern – von einer verzauberten Schwanenprinzessin will die Königin nichts wissen. Wütend verweist sie ihn zur Raison. Mitten in die Festlichkeiten platzt Rotbart mit Odile hinein, die er dem Königspaar und ihrem Team als einflussreichste und wohlhabendste Prinzessin ankündigt. Anhand eines Zaubers wird Siegfried von der Illusion getäuscht und meint, seine Odette vor sich zu haben. Er macht ihr einen Heiratsantrag, im Irrglauben, sie damit zu erlösen. Da plötzlich erscheint ihm die wahre Odette als Vision und er erkennt den Schwindel sowie seinen fatalen Fehler. Wild entschlossen rennt er aus dem Ballsaal, das Königspaar bleibt desillusioniert zurück.
4. Akt
Odette und die Schwäne wissen, was sich am Ball zugetragen hat, und trauern der verpassten Befreiung nach. Außer Atem erreicht Siegfried mit seinen Freunden den See, um Odette die Täuschung zu erklären und sie um Verzeihung zu bitten. Kaum hat sie neues Vertrauen gefasst, erscheinen Rotbart und Odile wieder am Seeufer. Die Situation spitzt sich zu, beide Seiten bereiten sich auf einen Kampf vor. Plötzlich stehen sich Odette und Odile gegenüber. Odiles Erinnerung an ihr vorheriges Dasein kommt zurück und sie erkennt, was Rotbart ihr angetan hat. Ein wilder Kampf beginnt, dessen Ausgang an dieser Stelle noch nicht verraten wird.
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