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Alexandra Schantl: Kuratorinnenführung
Die Veranstaltung
Das Museum Liaunig präsentiert in seiner großen Halle die diesjährige Sammlungspräsentation moderner und zeitgenössischer Kunst unter dem Titel "(K)ein Begriff". Kuratiert von Alexandra Schantl, widmet sich die Ausstellung einem ebenso zentralen wie offenen Thema: der Skulptur.
Ausgehend von der Beobachtung, dass sich der Skulpturbegriff seit dem 20. Jahrhundert zunehmend erweitert und heute kaum mehr eindeutig fassen lässt, beleuchtet die Schau dessen Entwicklung aus historischer wie zeitgenössischer Perspektive. Bereits seit den Readymades von Marcel Duchamp und den theoretischen Überlegungen von Rosalind E. Krauss gilt Skulptur als ein offenes Feld, das unterschiedlichste Materialien, Medien und Ausdrucksformen umfasst.
Die Ausstellung spannt einen Bogen von klassischen Positionen der österreichischen Skulptur nach 1945 – darunter Werke von Fritz Wotruba und seinem Umfeld – bis hin zu zeitgenössischen Ansätzen, die Skulptur als Prozess, Idee oder räumliche Erfahrung begreifen. Neben traditionellen plastischen Arbeiten treten Zeichnung, Fotografie, textile Objekte und installative Formate gleichberechtigt auf. Im Fokus stehen dabei Fragen nach Material, Raum und Körper ebenso wie nach der Durchlässigkeit künstlerischer Gattungen. Die präsentierten Werke zeigen Skulptur nicht mehr als statisches Objekt, sondern als dynamisches Zusammenspiel von Form, Wahrnehmung und Kontext.
Im Rahmen der Kuratorinnenführung von Alexandra Schantl am So. 31. Mai 2026 gibt die Ausstellungsmacherin Einblicke in die Konzeption der umfangreichen Schau und stellt beim Rundgang einzelne künstlerische Positionen vor.







